
Elektrisch mobil
1. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit
Fünf Jahre FIAT 500e: Ein ehrliches Fazit
Der FIAT 500e ist seit fünf Jahren mein einziges Auto. Bevor sich unsere Wege trennen, ziehe ich ein ehrliches Fazit in allen Bereichen.
Auf zwei Rädern
11. Juli 2025 · 3 Min. Lesezeit

Radfahren in Heidenau-Süd ist aktuell mit großen Risiko verbunden, denn ein Zusammenhängens Radwegenetz existiert nicht. Da die Stadt selbst bislang kein konkretes Konzept zur Verbesserung in der Umsetzung hat, habe ich einen eigenen Lösungsansatz entwickelt. Dieser basiert auf der Analyse der aktuellen Situation vor Ort, klaren Maßnahmenpaketen und einer groben Kosten- und Fördermittelplanung basiert.
Zwischen dem S-Bahn-Haltepunkt Großsedlitz und der Kreuzung Gabelsberger Straße/Hauptstraße ist die S172 so eng, dass klassische, baulich getrennte Radwege nicht realisierbar sind. Gleichzeitig entsteht im Bereich Müglitz/S172/Lidl ein neues Wohnquartier mit geplanter Fuß- und Radwegbrücke ohne konkrete Anbindung an den restlichen Stadtteil.
Die bestehenden Netzlücken erschweren eine durchgängige und sichere Verbindung für Radfahrer aller Art, insbesondere aber von jüngeren und älteren Verkehrsteilnehmern. Besonders problematisch sind hier die häufig wechselnden Abschnitte mit hoher Kfz-Belastung gefolgt von ruhigeren Bereichen.
Die von mir erstellte Übersicht unterscheidet vier Linienfarben, die jeweils für eine konkrete Maßnahmen in meinem Konzept stehen:
Weitestgehend sicher ausgebaut, kein akuter Handlungsbedarf.
Kosten: 0 €
Veraltete Abschnitte, die für den Radverkehr ungeeignet sind, werden umbeschildert und markiert – künftig ausschließlich für Fußgänger.
Kosten: 1.000–3.000 €
Förderung: meist nicht förderfähig
Nebenstraßen werden zu Fahrradstraßen umgestaltet (Markierung, Beschilderung, Verkehrsberuhigung, ggf. Poller und Vorfahrtsanpassungen). Inspiration für eine Beispielhafte Umsetzung ist hier die Radroute Ost in Dresden, welche einen ähnlichen Ansatz verfolgt.
Kosten: 10.000–20.000 € pro Kilometer
Förderung: Bis zu 85 % möglich (Bundesprogramm „Stadt und Land“, Landesmittel Sachsen)
Möglicher Eigenanteil Gemeinde: 1.500–3.000 € pro Kilometer
Je nach Platz: baulich getrennte Radwege, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen. An Engstellen oder Kreuzungen ggf. Querungshilfen.
Kosten:
Schutzstreifen: 5.000–7.000 € pro Kilometer (Eigenanteil 750–1.050 €)
Baulich getrennte Radwege: 80.000–120.000 € pro Kilometer (Eigenanteil 12.000–18.000 €)
Querungshilfen: 10.000–20.000 € pro Stück (Eigenanteil 1.500–3.000 €)
Förderung: Bis zu 85 % möglich (Bundesprogramm „Stadt und Land“, Landesmittel Sachsen)

Gerade im Abschnitt zwischen S-Bahn Großsedlitz und Gabelsberger Straße/Hauptstraße wird der Radverkehr auf Nebenstraßen (orange Linie) als Fahrradstraße geführt. Diese Routen sind sicher, komfortabel und günstig umzusetzen.
An den Übergängen zur S172 werden Schutzstreifen oder – wo der Straßenraum es zulässt – baulich getrennte Radwege (rote Linie) ergänzt. Die geplante Fuß- und Radwegbrücke bindet das neue Wohnquartier optimal an. Die Kosten für die Brücke und die innere Erschließung des Quartiers werden im Rahmen des jeweiligen Bauprojekts getragen.
Sofort – Maßnahmen (Linienfarbe): Umwandlung schwarzer Linie zu Fußweg, Fahrradstraßen (orange, 2 km), Schutzstreifen (rot, 1 km) · Geschätzte Dauer: 6–12 Monate · Kosten gesamt: ca. 35.000 € · Fördermittel: Nicht förderfähig (Fußweg), Rest bis zu 85 % · Eigenanteil Gemeinde: ca. 7.000 €
Mittelfristig – Maßnahmen (Linienfarbe): Weitere Fahrradstraßen (orange, 3 km), Schutzstreifen (rot, 2 km), 2 Querungshilfen (rot) · Geschätzte Dauer: 1–3 Jahre · Kosten gesamt: ca. 100.000 € · Fördermittel: Bis zu 85.000 € · Eigenanteil Gemeinde: ca. 15.000 €
Langfristig – Maßnahmen (Linienfarbe): Baulich getrennte Radwege (rot, 2 km), größere Knotenpunkte, Brückenanbindung · Geschätzte Dauer: 3–6 Jahre · Kosten gesamt: ca. 250.000 € · Fördermittel: Bis zu 212.500 € · Eigenanteil Gemeinde: ca. 37.500 €
Bundesprogramm „Stadt und Land“: Bis zu 85 % Förderung für Fahrradstraßen, Radfahrstreifen, Beschilderung und begleitende Maßnahmen.
Landesmittel Sachsen: Ergänzende Förderung, insbesondere für Netzschlüsse und innovative Projekte.
Voraussetzung: Förderantrag mit Maßnahmenbeschreibung, Kostenplan und Bezug zum kommunalen Radverkehrskonzept.
Schnelle, kostengünstige Umsetzung: Viele Maßnahmen lassen sich ohne große Eingriffe realisieren.
Hohe Sicherheit und Komfort: Radfahrende werden weitgehend vom Kfz-Verkehr getrennt geführt.
Direkte Anbindung neuer Quartiere: Die geplante Brücke und neue Wohngebiete werden optimal integriert.
Hohe Förderquoten: Der Eigenanteil der Gemeinde bleibt überschaubar.
Zukunftssichere Infrastruktur: Die Maßnahmen sind flexibel und können an neue Entwicklungen angepasst werden.
Mit dieser Strategie kann Heidenau Schritt für Schritt ein durchgehendes, sicheres und attraktives Radwegenetz schaffen – und das mit optimaler Nutzung von Fördermitteln und überschaubarem Eigenanteil. So wird Radfahren für alle Generationen sicherer und attraktiver – ganz ohne große Eingriffe in den Autoverkehr und mit einem klaren Plan für die Zukunft.
Kartenmaterial im Titelbild © OpenStreetMap Mitwirkende

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