Ein Wochenende am Elberadweg

Kategorien Kurzreise, Raus in die Natur
Der Elbradweg ist einer von vielen Radfernwegen in Deutschland

Wer plant, das Wochenende außerhalb zu verbringen, muss nicht immer weit reisen. Die schönsten Erlebnisse liegen meist direkt vor der Haustür. Das schöne dabei ist, dass man weder Auto noch Zug benötigt, um sein Ziel zu erreichen. Einfach das Fahrrad entstauben und entlang des Elbradweges die Region erkunden.

Es kommt einem unbekannt und trotzdem besonders vor, wenn man lange Zeit nicht mit dem Fahrrad unterwegs war. Dieses Gefühl von Freiheit, wenn der Fahrtwind um die Nase weht und die Sonne direkt auf die Haut scheint. Egal ob im April, August oder Ende Oktober, fast das ganze Jahr über findet sich ein ideales Wochenende, um mit dem Fahrrad die Region zu erkunden.

Entlang der Elbe gibt es viel zu entdecken
Entlang der Elbe gibt es viel zu entdecken.

In den Kindertagen und auch als Jugendlicher ist man oft mit dem Drahtesel unterwegs und fährt zum nächstgelegenen Spielplatz oder mit den Freunden durch die Heimatstadt. Doch die wenigsten behalten die Freude am Fahrradfahren bis ins Berufsleben bei. Ehe man sich versieht verstaubt das Fahrrad im Keller und für jede noch so kleine Tour wird das Auto benutzt.

Doch es lohnt sich auch heute noch in die Pedale zu treten. Eine ausgiebige Radtour ist perfekt für ein sonniges Wochenende. Ein idealer Einstieg ist der Elberadweg oder auch D-Route Nummer vier. Er ist Teil eines deutschlandweiten Radwegenetzes und erstickt sich auf rund 1200 km von der Flussmündung in Hamburg bis zur Quelle in Tschechien. Zudem ist der Elberadweg Teil der EuroVelo-Route Nummer sieben, welche im Nordkap beginnt und bis zur Insel Malta führt.

An einigen Stellen verläuft der Elbradweg nicht direkt am Fluss
An einigen Stellen verläuft der Elbradweg nicht direkt am Fluss.

Die grobe Vorplanung ist wichtig

Es ist fast egal, wo man die Kurzreise beginnt. Das wichtigste bei einer Wochenendradtour ist eine grobe Planung. Wer zwei Tage unterwegs ist, sollte sich im Vorfeld mehrere Übernachtungsmöglichkeiten raussuchen. Eine feste Buchung ist hier nur bedingt empfehlenswert, da man sich nie zu 100 % sicher sein kann, ob man das gesteckte Tagesziel erreicht. Zudem ist es wichtig, genügend Getränke einzupacken, denn beim Radfahren kommt man schnell ins Schwitzen.Wer vergisst, den Flüssigkeitspegel wieder aufzufüllen, wird auf seiner Tour nicht weit kommen.

Über die Mahlzeiten unterwegs braucht man sich die wenigsten Gedanken zu machen. In regelmäßigen Abständen fährt man an Gaststätten, Strandbars und kleinen Restaurants vorbei, die mit einem reichhaltigen Angebot locken. Wer zum Ersten mal solch eine Radtour bestreitet, wird sich hierüber freuen, da man die nötige Pausenzeit gleich mehrfach nutzen kann. Wer sich lieber selbst verpflegt kann eine der zahlreichen Radstätten oder die Rastplätze entlang des Weges nutzen, um zu verschnaufen.

Wer weiter fahren möchte, kann für den Rückweg auch den Zug nutzen
Wer weiter fahren möchte, kann für den Rückweg auch den Zug nutzen.

Die Reise auf dem Elberadweg

Ist die Vorbereitung abgeschlossen, fährt man am besten immer der Nase nach an der Elbe entlang. An einem Tag sollten 50 bis 80 km im Bereich des möglichen sein, da der Weg fast durchgängig flach ist und nur sehr wenige Hügel größere Kraft erfordern. Ein Navigationssystem braucht man nicht. Kleine Hinweisschilder mit einem grünen Fahrrad weisen an unübersichtlichen Stellen den Weg.

Egal ob von Hamburg nach Sachsen-Anhalt oder von Dresden in die Tschechei, der Elbradweg hat für jeden etwas zu bieten. Wer jetzt Lust bekommen hat, jedoch den Rückweg fürchtet, sollte die Pläne nicht vorzeitig über Bord werfen. Ein Großteil aller Regional- und Fernzüge besitzt ein Fahrradabteil. Wer also nur in eine Richtung mit dem Fahrrad fahren möchte, für den ist die Heimreise mit dem Zug eine schöne Alternative.


Titelbild © via Unsplash // Weitere Bilder © kurz-gereist.de

Andrew Gook
KURZ-GETEILT